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Verfahren

Wenn das Casino nicht zahlt: Geschäftsführerhaftung nach dem EuGH-Urteil Wunner (C-77/24)

Viele ausländische Online-Casinos machen sich für Klagen unangreifbar: durch Insolvenz, Sitzverlagerung oder gesetzliche Vollstreckungssperren wie die maltesische Bill 55. Damit stellt sich die Frage, wer dann für die Spielverluste einzustehen hat. Der Europäische Gerichtshof hat dazu am 15. Jänner 2026 in der Rechtssache Wunner (C-77/24) eine richtungsweisende Entscheidung getroffen, in einem Verfahren, das unsere Kanzlei für den geschädigten Spieler geführt hat. RA Dr. Oliver Peschel hat die Entscheidung gemeinsam mit RA Mag. Bernhard Ibl in der Zeitschrift für Verbraucherrecht wissenschaftlich aufgearbeitet. Dieser Beitrag fasst die Kernpunkte für Betroffene zusammen.

Rückforderung

Wie funktioniert eine Casino-Rückforderung? Der Ablauf Schritt für Schritt

Wer in einem Online-Casino ohne österreichische Konzession verloren hat, kann diese Verluste nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs zurückfordern. Viele Betroffene schreckt vor allem die Frage ab, was dabei auf sie zukommt. Die Antwort ist kürzer, als die meisten erwarten: Für den Start genügen zwei Angaben, alles Weitere übernimmt die Kanzlei. Dieser Beitrag zeigt den Ablauf von der ersten Meldung bis zur Klage, Schritt für Schritt.

Rückforderung

Verjährung bei der Rückforderung von Casino-Verlusten, 30 Jahre und die kürzere Frist, die viele übersehen

Wer Verluste bei einem Online-Casino ohne österreichische Konzession zurückfordert, hat mit der 30-jährigen Verjährungsfrist einen erheblichen zeitlichen Spielraum. Diese Frist gilt aber nur für den Anspruch gegen das Casino selbst. Setzt man zusätzlich auf die persönliche Haftung der Geschäftsführer, gilt eine deutlich kürzere Frist. Dieser Beitrag trennt die beiden Fristen sauber und erklärt, warum die kurze Drei-Jahres-Verjährung beim Glücksspiel gerade nicht greift.

Verfahren

Geschäftsführerhaftung bei Online-Casino-Betreibern, neue Hebel für Rückforderungsklagen

Aktuelle Entwicklungen im Glücksspielrecht öffnen einen zusätzlichen Weg zur Durchsetzung von Spielerforderungen: die persönliche Haftung der Geschäftsführer ausländischer Online-Casino-Betreiber. Wenn der Betreiber selbst nicht zahlt oder wirtschaftlich nicht greifbar ist, kann diese Haftungsspur den Unterschied zwischen Urteil und tatsächlicher Auszahlung ausmachen.